Kerstin Zeise 
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Gesundheitscoaching


Gesundheitscoaching basiert auf einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis, das sich an der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientiert. Gesundheit bedeutet demnach nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern einen Zustand umfassenden körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens. Ein zentraler theoretischer Bezug ist das Salutogenese-Modell nach Aaron Antonovsky, das den Blick auf die Frage richtet: Was hält Menschen gesund? Im Fokus stehen dabei nicht Defizite, sondern Ressourcen, Widerstandskraft und die Fähigkeit, mit Belastungen konstruktiv umzugehen. Ergänzend fließen Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie ein, die sich mit den Bedingungen für ein gelingendes Leben, persönliche Stärken, Sinnorientierung und psychisches Wohlbefinden beschäftigt. Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Selbstwirksamkeit, Resilienz und Lebenszufriedenheit nachhaltig zu stärken. Gesundheitscoaching verfolgt einen ressourcenorientierten und systemischen Ansatz. Individuelle Lebens- und Arbeitsbedingungen werden reflektiert, Stressoren identifiziert und gesundheitsförderliche Strategien entwickelt, um ein stabiles Gleichgewicht zwischen Leistung, Erholung und persönlichem Wohlbefinden zu schaffen.


Typische Themen im Gesundheitscoaching:

  • Resilienz und Stressbewältigung
  • Schlaf, Bewegung, Netzwerken, Erholung und Regeneration
  • Achtsamkeit und Selbstmanagement
  • Balance zwischen Leistung und Erholung
  • Stärkung persönlicher Ressourcen und Selbstwirksamkeit
  • Kommunikation als Beziehungskompetenz verstehen
  • Prävention von Burnout und mentaler Erschöpfung
  • Arbeit mit innerem Team / innerem Kritiker / innerem Kind
  • Selbstmitgefühl statt Perfektionismus
  • eigene Stressmuster erkennen
  • andere Charaktere und Persönlichkeitstypen akzeptieren
  • Klar sprechen, Grenzen achten, Wirksam wirken
  • Lampenfieber regulieren mit Atem- und Körpertechniken statt bekämpfen
  • Aufmerksamkeitslenkung: verstanden werden statt rechthabenwollen
  • Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Sichtweisen
  • Reframing: Aufregung und Lampenfieber als Aktivierung verstehen


Gesundheitscoaching kann im Einzelsetting, in Gruppenformaten oder im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung stattfinden. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, gesundheitsförderliche Gewohnheiten zu entwickeln und ihr körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden langfristig zu stärken.


Systemisches Coaching


Beziehungen sind oft kompliziert. In der Familie oder im Team gibt es manchmal Konflikte, alte Muster oder unausgesprochene Erwartungen. Auch maligner Neid kann nach V. Satir Spannungen erzeugen – wenn jemand bewusst anderen schadet oder Erfolge missgönnt. Zudem entstehen Konflikte aus der Umwelt durch Erwartungen, Rollen und unbewussten Mustern.  Systemisches Coaching hilft dabei, diese dysfunktionalen Dynamiken sichtbar zu machen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Eine häufig eingesetzte Methode ist die Skulpturarbeit bzw. systemische Aufstellungsarbeit. Dabei werden Personen oder Situationen symbolisch im Raum dargestellt. So werden Nähe, Distanz, Konflikte oder Loyalitäten unmittelbar erlebbar.

Typische Themen im systemischen Coaching:

  • Familiäre Erwartungen
  • Stereotype und alte Rollenbilder
  • Konflikte zwischen Geschwistern oder Generationen
  • Teamdynamiken und Betriebsklima
  • Umgang mit schwierigen Kolleg:innen oder Führungskräften
  • Entscheidungs- und Veränderungsprozesse
  • Abstand gewinnen und Situationen klarer sehen
  • Verborgene Muster erkennen
  • Neue Perspektiven und Lösungswege entwickeln
  • Zusammenarbeit über Vertrauen statt Kontrolle
  • klare Rollen und Erwartungen
  • Feedbackkultur
  • Positive Psychologie (Stärkenorientierung)
  • Pausen und Erholung bewusst gestalten
  • Fokus auf das, was bereits gut funktioniert.


Systemisches Coaching kann in Gruppen oder im Einzelsetting stattfinden – beispielsweise mit Figuren, Stühlen, Symbolen oder einem Familienbrett. Ich schaffe einen psychologisch sicheren Raum, in dem Beziehungsmuster sichtbar werden dürfen. Gemeinsam ordnen wir Gedanken, Gefühle und Dynamiken und entwickeln neue Perspektiven für Kommunikation, Zusammenarbeit und persönliche Entscheidungen. Wer eigene Muster erkennt, kann Beziehungen bewusster gestalten – vom Ich zum Du zum Wir.

„Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird.“
– Heinz von Foerster